
Großveranstaltungen wie Konzerte und Sportevents hinterlassen oft Unmengen an Müll. Doch in den letzten Jahren gewinnen nachhaltige Konzepte zunehmend an Bedeutung.
Ein besonders kreatives Beispiel ist das Upcycling von Dekorationsmaterialien aus Taylor Swifts Konzerten in Gelsenkirchen. Diese Initiative zeigt, wie Banner und Fahnen in neue Produkte verwandelt werden können – mit positivem Effekt für Umwelt und soziale Einrichtungen.
Taylor Swifts Konzerte in Gelsenkirchen
Im Juli 2024 verwandelte sich Gelsenkirchen für einige Tage in „Swiftkirchen“, als Taylor Swift im Rahmen ihrer Welttournee drei ausverkaufte Konzerte in der Veltins-Arena gab. Zehntausende Fans strömten in die Stadt, um die Pop-Ikone live zu erleben. Neben der wirtschaftlichen Belebung hinterließen die Events auch große Mengen an Veranstaltungsdekoration wie Banner und Werbeplanen.
Upcycling-Initiative nach den Konzerten
Anstatt diese Materialien einfach zu entsorgen, entschied sich Gelsenkirchen für eine innovative Lösung: das Upcycling. Aus den Bannern wurden handgefertigte Unikate wie Kulturbeutel, Bauchtaschen, Kissenbezüge, Etuis, Shirts, Armbändchen und Handytaschen. Mehr als 300 Einzelstücke entstanden in den Werkstätten verschiedener sozialer Einrichtungen.
Beteiligte Organisationen und soziales Engagement
Hinter dieser nachhaltigen Initiative stehen mehrere Partner: das Sozialwerk St. Georg, die Begegnungsstätte Haverkamp, die Gelsenkirchener Werkstätten und die Caritas Herne. Menschen mit Behinderungen und anderen sozialen Herausforderungen waren maßgeblich an der Herstellung der Produkte beteiligt. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Taschen und Accessoires kommt diesen Einrichtungen zugute. So entsteht ein doppelter Nutzen: weniger Abfall und mehr soziale Teilhabe.
Das Label „wertGEschätzt“
Die Upcycling-Produkte wurden unter dem Label „wertGEschätzt“ vermarktet. Dieses Label wurde im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Gelsenkirchen eingeführt, um nachhaltige Projekte sichtbar zu machen. Durch diese Initiative wird aus altem Material Neues geschaffen, mit einem bewussten Fokus auf Wertschätzung und Nachhaltigkeit. Das Label könnte auch für künftige Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielen.
Weitere Beispiele für Upcycling bei Großveranstaltungen
Nicht nur Taylor Swifts Konzerte haben gezeigt, dass Upcycling ein sinnvolles Konzept für Großevents ist. Auch bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 wurde dieses Prinzip erfolgreich angewandt:
- Fußball-Europameisterschaft 2024 in Gelsenkirchen: Hier wurden 4.000 Quadratmeter Stoff aus Fahnen und Bannern in Turnbeutel, Federmäppchen, Einkaufstaschen und Kulturbeutel umgewandelt. Diese wurden ebenfalls in sozialen Werkstätten hergestellt.
- Fußball-Europameisterschaft 2024 in Köln: Auch in Köln fanden sich kreative Lösungen für ausgediente EM-Dekorationen. Fahnenstoffe wurden in verschiedenen sozialen Einrichtungen zu Mäppchen und Beuteln weiterverarbeitet und als Merchandise für das Kölner Sportjahr genutzt.
- Fußball-Europameisterschaft 2024 in Düsseldorf: Hier wurde ein spezielles Upcycling-Programm ins Leben gerufen, das gesammelte Werbemittel nachhaltig weiterverwendete und in neue Souvenirs umfunktionierte.
Upcyclin: Ressourcennutzung und soziale Förderung
Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Statt massenhaftes Material nach Großveranstaltungen einfach zu entsorgen, bietet Upcycling die Möglichkeit, wertvolle Ressourcen weiter zu nutzen und dabei auch noch soziale Projekte zu unterstützen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen Schule machen und in Zukunft noch mehr Großveranstaltungen auf nachhaltige Lösungen setzen.